Haustiere Hunde

Ab wann sind Hunde Senioren?

ein entspannter älterer Hund

Welpen sind meist auf­ge­dreht, neu­gie­rig und vol­ler Energie und Vorfreude auf ihr kom­men­des Leben. In die­ser Phase soll­ten Sie als Hundehalter vor al­lem ein Auge auf ein gleich­mä­ßi­ges Wachstum, ei­ne po­si­ti­ve Prägung, fun­dier­te Sozialisierung und aus­rei­chen­de Erziehung ha­ben. Hund und Halter bau­en ih­re Bindung zu­ein­an­der er­st no­ch auf, wach­sen an­ein­an­der und ler­nen ge­mein­sam aus ih­ren Erfahrungen. Kurzum: Sie sind er­st no­ch auf dem Weg, ein wirk­li­ch ein­ge­spiel­tes Team zu wer­den. Nach und nach kommt der Hund in ein Alter, in dem er sei­ne Umgebung op­ti­ma­ler­wei­se schon gut kennt. Ihn kann nichts mehr er­schre­cken. Er muss sein Herrchen nur an­schau­en, um zu wis­sen, wel­ches Kommando nun folgt. Irgendwann mündet diese Phase in das Seniorenalter. Doch wann ist ein Hund ein Senior?

Was zählt als alt?

Ab wann ein Hund ein Senior ist, hängt von Größe, Gewicht, Rasse und Lebenserwartung ab. So zäh­len klei­ne Rassen mit un­ter 15 Kilogramm Körpergewicht ab et­wa sie­ben Jahren zu den Senioren, Hunde bis 45 Kilogramm ab sechs Jahren und gro­ße Rassen mit über 45 Kilogramm be­reits ab fünf Jahren. Der Seniorenstatus be­deu­tet für den Hund, dass der ge­sam­te Stoffwechsel lang­sa­mer wird. Das Fell si­ch verän­dert, die Muskulatur et­was ab­baut, die Gelenke nach und nach stei­fer wer­den und die Kondition lang­sam ab­nimmt. Der Hund wird rund­um zu ei­nem ge­müt­li­chen Rentner. Mit dem Alter kom­men aber nicht sel­ten auch Krankheiten: Arthrose oder an­de­re Entzündungen der Gelenke, Demenz, Zahnstein, Verschlechterung der Organwerte – be­son­ders Leber und Niere – so­wie Herz- und Kreislaufprobleme sind nur ei­ni­ge der ty­pi­schen Krankheiten, die wir auch von uns selbst, un­se­ren Eltern oder Großeltern ken­nen.

Es zeigen sich noch weitere Veränderungen mit steigendem Alter. So wird der Hund an­fäl­li­ger: Kälte oder star­ke Hitze ma­chen ihm mehr zu schaf­fen, ruck­ar­ti­ge Bewegungen kön­nen zu Zerrungen oder schmerz­haf­ten Verrenkungen an der Wirbelsäule füh­ren und das Kauen rie­si­ger Rinderknochen will nicht mehr so schnell ge­hen wie frü­her. Daher gilt all­ge­mein: Kürzer tre­ten, den Hund sei­ner Fitness ent­spre­chend we­ni­ger be­we­gen, ver­mehrt auf die Temperaturen ach­ten, Sprünge und Treppensteigen mei­den, den Energiegehalt des Futters et­was her­un­ter­fah­ren, den Hund ge­n­au im Auge be­hal­ten und ab und an ei­ne Kontrolluntersuchung beim Tierarzt auf die ty­pi­schen Alterswehwehchen ma­chen las­sen.

Altern ist ein sehr individueller Prozess. Jeder Hund wird anders alt, wird früher oder später gemütlicher. Wann Ihr Hund ein Senior ist, merken Sie daher selbst am besten.

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