Haustiere Hunde

Wie pflege ich das Fell meines Hundes richtig?

Ein Hund unter der Dusche

Der Hund auf diesem Bild sieht zurecht ein wenig skeptisch aus. Er wird gerade geduscht, aber ist das überhaupt nötig, um sein Fell zu pflegen? Oder was kann ich sonst tun, damit mein Hund immer schöne, gepflegte, glänzende Haare hat? Die Antwort: Recht viel, und das mit wenig Aufwand.

Zur ak­ti­ven Fellpflege gibt es ei­ni­ge Hilfsmittel auf dem Markt. Die Auswahl an ein­fa­chen Bürsten, ver­schie­de­nen Kämmen sowie Furminatoren und Fellharken für die Unterwolle ist riesig. Was für Ihren Hund das richtige ist, hängt von seinem Fell ab. Für Hunde mit etwas anspruchsvollerer Haarpracht werden Sie meist zwei, eher drei verschiedene Bürsten brauchen. So können Sie das Fell optimal pflegen. Der Standard wäre eine normale Bürste mit kleinen Metallstiften. Damit lässt sich das Fell richtig hinkämmen. Auch getrockneten Dreck bekommen Sie damit gut raus. Die ersten Ansätze von Filz lassen sich damit ebenfalls gut entfernen. Für die Unterwolle eignet sich am besten ein Furminator oder eine Fellharke. Achten Sie darauf, ob Ihr Exemplar schneidet oder nur lose Haare entfernt. Beides kann man verwenden, je nachdem, wie viel Unterwolle der Hund hat und wie viel davon weg soll. Benutzen Sie einen Kamm, der Fell schneidet, wenden Sie ihn nicht zu oft an. Sonst laufen Sie Gefahr, das Fell des Hundes zu stark auszudünnen. Für Hunde mit we­nig bis kei­ner Unterwolle sind der­ar­ti­ge Werkzeuge nicht ge­eig­net.

Was tun, wenn das Fell meines Hundes verfilzt ist?

Sind die Haare be­reits ver­filzt, reicht das Bürsten allein meist nicht mehr aus. Ein paar Tropfen Baby- oder Sonnenblumenöl, auf­ge­tra­gen auf das ver­filz­te Fell, kön­nen wah­re Wunder be­wir­ken. Danach lassen sich die Haare mit den Fingern oder einer normalen Bürste vorsichtig wieder entzwirbeln. Ist das gar nicht möglich, können Sie ausnahmsweise zur Schere greifen, um dem Hund Schmerzen und Stress zu ersparen. Schneiden Sie aber nur das nötigste weg.

Wie schere ich meinen Hund am besten?

Je nach Fell kann es nötig werden, den Hund zu scheren. Dabei kann der Besuch bei einem Hundefriseur nützlich sein. Bei der Auswahl des pas­sen­den Stylisten ist dar­auf zu ach­ten, dass der Laden sau­ber und der Friseur ge­dul­dig ist. In kei­nem Fall soll­ten Sie Ihren Hund bei der Prozedur al­lei­ne las­sen. Nach ei­ner kur­zen Einweisung durch ei­nen Fachkundigen können Sie zu Hause selbst scheren. Da das Fell Schutz vor Umwelteinflüssen bie­tet, soll­te es nicht zu stark ge­stutzt wer­den.

Soll ich meinen Hund waschen?

Kann oder soll ich meinen Hund waschen? Eine häufige Frage unter Hundehaltern. Die Antwort dar­auf ist sim­pel: Nur im äu­ßers­ten Notfall, wenn si­ch der Hund zum Beispiel in Mist ge­wälzt hat, und – wenn über­haupt – mit rück­fet­ten­dem Hundeshampoo. Zu in­ten­si­ves Waschen, be­son­ders mit Shampoo, zer­stört die na­tür­li­che Fettschicht auf Haut und Fell des Hundes und lässt das Haarkleid stumpf wer­den. Bei rich­ti­gem Dreckwetter ge­nügt das kur­ze Abwaschen der Pfoten mit kla­rem Wasser und das Trocknen mit ei­nem Handtuch. Dreck am Körper des Hundes lässt si­ch ge­trock­net sehr gut aus­bürs­ten.

Eine gesunde Ernährung als Basis

Unterschätzen Sie nie die Bedeutung einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Sie schafft die Basis für ein gesundes, glänzendes und weiches Fell. Besonders während des Fellwechsels können Sie über die Ernährung nachhelfen, wenn das Fell Ihres Hundes mal nicht so toll aussieht. Biotin und Zink sind wichtig, denn sie regulieren die Talgproduktion der Haut – entscheidend, für ein gesundes Fell. Beides ist in Bierhefe und Eigelb enthalten. Bierhefe sollten Sie nur als Kur für zwei bis vier Wochen füttern, am besten als Flocken. Eigelb können Sie ein bis zwei Mal pro Woche ins Futter mischen. Hochwertige Fettsäuren (Omega 3 und 6) sind ebenfalls hilfreich. Sie sind in hochwertigen Ölen wie Oliven- oder Rapsöl zu finden.

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