Haustiere Katzen

Ab wann sind Katzen Senioren?

eine schlafende Katze

Ab wann gel­ten Katzen als Senioren? Diese Frage stellt si­ch ei­gent­li­ch er­st seit der ver­mehr­ten Haltung von rei­nen Wohnungskatzen. Denn frei­le­ben­de Katzen er­rei­chen sel­ten ein sol­ches Alter. Reine Freigänger, die oh­ne mensch­li­che Zuwendung und tier­ärzt­li­che Versorgung le­ben, ha­ben ei­ne Lebenserwartung von et­wa sechs Jahren. Da ist ei­ne Katze aber no­ch kein Senior. Die Futtermittelindustrie ver­kauft ihr Senior-​Futter für Katzen ab acht Jahren. Aber selbst das ist wahr­schein­li­ch no­ch ein biss­chen früh. Die un­zäh­li­gen Tabellen, die si­ch zum Vergleich von Katzenalter und Menschenalter fin­den las­sen, be­le­gen das. Ab et­wa elf Jahren wä­re ei­ne Katze auf das Menschenalter um­ge­rech­net et­wa Anfang 60. Und in die­sem Alter be­gin­nen meist lang­sam die ers­ten Veränderungen im Verhalten un­se­rer Stubentiger.

Was ändert sich mit steigendem Alter?

Ältere Katzen schla­fen mehr, wer­den oft an­häng­li­cher und schmu­se­be­dürf­ti­ger. Das Spielverhalten ist deut­li­ch we­ni­ger stür­mi­sch und in­ten­siv. Der Stoffwechsel ver­än­dert si­ch im Alter, wes­halb vie­le Katzen ein­fach „we­ni­ger“ wer­den. Das Fressverhalten wan­delt si­ch: Katzensenioren mä­keln öf­ter am Futter. Häufig lässt bei äl­te­ren Katzen die Sehkraft oder das Hörvermögen nach. Die Beweglichkeit nimmt eben­falls ab, Rheuma und Arthrose ma­chen man­chen Katzensenioren das Leben schwer. Gut ein Drittel al­ler Katzen er­krankt im Alter an ei­ner chro­ni­schen Niereninsuffizienz. Herzerkrankungen, Diabetes oder Zahnprobleme sind kei­ne Seltenheit. Dementsprechend ist es wich­tig, ei­ne äl­te­re Katze jähr­li­ch dem Tierarzt vor­zu­stel­len und ab ei­nem ge­wis­sen Alter re­gel­mä­ßig ein Blutbild er­stel­len zu las­sen.

Außerdem hängen ältere Katzen oft no­ch mehr an ih­ren Gewohnheiten als jun­ge. Wie wir Menschen wer­den sie un­fle­xi­bler in Bezug auf ih­ren ge­wohn­ten Tagesablauf, wes­halb Veränderungen dann kei­ne Abwechslung mehr be­deu­ten, son­dern nur no­ch Stress. Sie ge­nie­ßen ih­re Routine, ihr si­che­res und war­mes Plätzchen auf dem Sofa und die Aufmerksamkeit, die sie durch ih­re Menschen er­fah­ren.

Altern ist auch bei unseren Samtpfoten eine sehr individuelle Sache. Es lässt sich also nicht pauschal sagen, wann eine Katze wirklich zu einem Senior geworden ist.

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