Nutztiere

Wanderimkereien: Der Weg ist das Ziel

eine Wabe mit Bienen

Bienen sind be­kann­ter­ma­ßen un­er­läss­li­ch für die Bestäubung vie­ler Pflanzen. Doch lei­der sind die Insekten nicht über­all (in aus­rei­chen­dem Maß) ver­tre­ten. Deswegen hilft der Mensch nach, in­dem der die Bienen zu den Pflanzen fährt. Besonders durch ih­ren Einsatz in den USA sind die­se Wanderimkereien be­kannt. Leider ist der Mensch zum Teil selbst Schuld an die­sem Problem. Vor al­lem Parasitenbekämpfungsmittel, wel­che auch die Bienen schä­di­gen, aber auch Monokulturlandschaften, die nur we­ni­ge Wochen im Jahr Nahrung für die Tierchen bie­ten, drän­gen das Insekt mehr und mehr zu­rück. Dabei ist die Biene als Bestäuber un­ver­zicht­bar für den Menschen. Aus die­sem Problem her­aus er­wuchs die Industrie der Wanderimkerei.

Wie sehen Wanderimkereien aus?

In gro­ßen Lastkraftwagen wer­den die Bienenvölker mit­samt ih­rer Behausung durch das gan­ze Land ge­fah­ren. Besonders die Mandelbaumfelder in Kalifornien sind auf die­sen Besuch an­ge­wie­sen, eben­so die Melonenplantagen in Texas so­wie der Blaubeeranbau in Michigan und Maine. Bis zu über 10 000 Kilometern le­gen die Völker da­bei an Strecke zu­rück. Diese Art der Bestäubung wird aber auch kri­ti­siert. Zum ei­nen al­lein schon des­we­gen, weil das Problem von Menschenhand ge­schaf­fen wur­de. Die Lösung dar­in zu su­chen, die Tiere ein­fach durch ein gan­zes Land zu trans­por­tie­ren, an­statt das Problem an der Wurzel – näm­li­ch beim Anbau selbst – zu pa­cken, er­scheint kurz­sich­tig. Außerdem sei die Sterblichkeitsrate der Bienen bei der­ar­ti­gen Transporten recht hoch. Selbst Imker kri­ti­sie­ren, dass der Wanderstress zum Bienensterben füh­re. Imkerei sol­le lie­ber re­gio­nal und nach­hal­tig be­trie­ben wer­den.

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