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Flugreisen mit Tieren

ein Flugzeug am Himmel

Für manche ist es kein Problem, für manche ein Hin und Her der Überlegungen, für wieder andere ein absolutes NoGo: ein Tier im Flugzeug transportieren. Manchmal kommt man einfach nicht darum herum. Das gilt auch für Tierschutzorganisationen, die ihre Schützlinge – meist mit Flugpaten – im Flugzeug von einem Land ins andere fliegen lassen. Da stellt sich die Frage: Unter welchen Umständen darf ein Tier überhaupt im Flugzeug reisen?

Welche Vorschriften gelten für Tiere in Flugzeugen?

Diese Frage lässt sich leider nur sehr schwer beantworten. Im Grunde gibt es so viele verschiedene Regelungen, wie es Fluggesellschaften gibt. Denn jede davon kann ihre eigenen Rahmenbedingungen für Flugreisen mit Tieren festlegen. Immerhin klären die meisten auf ihrer Internetseite oder im Kundendienst darüber auf. Meistens dürfen nur Hunde und Katzen ins Flugzeug steigen. Andere Regeln gelten bei spezialisierten Tierspeditionen. Sie transportieren Haus- und Zootiere im großen Stil und sind entsprechend auf die Bedürfnisse der Tiere eingestellt.

Je nach Gewicht dürfen Tiere im Passagierbereich mitfliegen.Das Maximalgewicht in­klu­si­ve Transportbox liegt bei et­wa fünf bis acht Kilogramm, abhängig von der Fluggesellschaft. Das Tier muss den ge­sam­ten Flug in sei­ner Box ver­brin­gen. Die muss luft­durch­läs­sig, ver­schließ­bar und biss­fest sein. Die Maximalmaße be­tra­gen et­wa 55x40x23 Zentimeter. Das Tier darf dar­in nicht ein­ge­engt sein. Es muss si­ch le­gen, hin­stel­len und dre­hen kön­nen. Die Box darf kei­nen Sitzplatz be­le­gen.

Eine Ausnahme gilt für Service- oder Assistenzhunde. Sie dürfen bei man­chen Airlines kos­ten­los und un­ab­hän­gig von ih­rer Größe im Passagierraum rei­sen. Der Grund: Sie fal­len in den Bereich bar­rie­re­frei­es Reisen. Hierfür wird aber meist ei­ne ärzt­li­che Bescheinigung ver­langt und die Eignung des Hundes kann vor dem Einsteigen ge­prüft wer­den. Außerdem darf häu­fig nur ein Assistenzhund pro Kabine mit­rei­sen. Auch de­fi­niert nicht je­de Airline den Begriff Assistenzhund gleich.

Unterbringung im Frachtraum

Alle an­de­ren Tiere müs­sen im Frachtraum rei­sen. Manche Fluggesellschaften un­ter­schei­den da­bei no­ch in ver­schie­de­ne Käfiggrößen, was si­ch auf den Preis aus­wirkt. Eine pas­sen­de Box muss auch hier der Halter be­sor­gen, au­ßer­dem sind auch Transporte im Frachtraum recht­zei­tig bei der Fluggesellschaft an­zu­mel­den – in­klu­si­ve Boxengröße, Gewicht mit Tier so­wie Rasse des Tieres. Manche Airlines le­gen ei­ne Maximalhöhe für die Box fest. Diese muss eben­so luft­durch­läs­sig und aus­bruch­si­cher sein. Was meis­tens no­ch da­zu kommt: One Box, One Animal – im Passagier- und Frachtraum.

Bei Hunden ist be­son­de­re Vorsicht ge­bo­ten: Die meis­ten Airlines schlie­ßen be­stimm­te Rassen als „Kampfhunde“ gänz­li­ch vom Transport aus, an­de­re ver­lan­gen ei­ne spe­zi­ell ge­si­cher­te Transportbox. Hierüber soll­te si­ch un­be­dingt im Voraus bei der Wunschairline in­for­miert wer­den!

Nicht ver­ges­sen: Auch bei Flugreisen gel­ten die Einreisebestimmungen des Ziellandes (Impfungen, Rasselisten, Quarantäne etc.). Außerdem muss das Tier er­st an die Transportbox ge­wöhnt wer­den. Der Stress und die Belastung für das Tier sind auch nicht zu un­ter­schät­zen, so­dass ge­n­au ab­ge­wo­gen wer­den soll­te, ob das Tier – be­son­ders auf lan­gen Flügen – mit­rei­sen soll.

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