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Können Tiere gegen Antibiotika resistent werden?

Medikamente und Spritzen

Antibiotika werden recht oft und bei vielen Problemen bei Tieren eingesetzt. In der Regel hemmen sie den Stoffwechsel von Bakterien. Manche töten Bakterien sogar direkt ab. Deswegen werden Antibiotika bei bakteriellen Infektionen verabreicht. Auch nach Operationen verordnen Tierärzte diese Medikamente prophylaktisch. Einige Tierhalter und Tiermediziner kritisieren die Verabreichung von Antibiotika. Zu oft würde auf Breitbandmittel zurückgegriffen. Resistenzen seien die Folge.

Wer wird denn resistent?

Allerdings ist die Annahme, ein Tier würde gegen Antibiotika resistent, falsch. Das Tier selbst kann gar nicht gegen das Mittel abstumpfen. Jedoch können es die Bakterien. Sie sind es, die eigentlich resistent werden. Infiziert sich ein Tier mit antibiotikaresistenten Bakterien, wirken die üblichen Mittel nicht, sie schlagen nicht an.

Glücklicherweise sind die meis­ten Bakterien nur ge­gen ei­ni­ge be­stimm­te Antibiotika re­sis­tent, so­dass der Tierarzt durch die Wahl ei­nes Reserve-​Antibiotikums die Infektion dennoch be­han­deln kann. Trotzdem sind Antibiotikaresistenzen ern­st zu neh­men­de Probleme der me­di­zi­ni­schen Versorgung. Eine falsche Dosierung und der un­an­ge­brach­te Einsatz von Antibiotika fördern diese Resistenzen. Es gilt also: Sie viel wie nötig, so wenig wie möglich.

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