Tierschutz

Tierschutz für Kinder

ein Kind mit einer Katze

Früh übt sich – das gilt auch beim Tierschutz. Je frü­her Kinder für die­ses Thema sen­si­bi­li­siert wer­den, desto bes­ser. Das haben verschiedene Vereine ebenfalls erkannt. Deswegen setzen sie inzwischen schon beim Nachwuchs an, wenn sie über Tierschutz aufklären. Jeder Verein macht das anders und versucht auf andere Weise, die Jungen und Mädchen für das Thema zu begeistern. Wir haben uns ein bisschen schlau gemacht, was es für Herangehensweisen gibt.

Tierschutz im Schulunterricht

Manche Vereine tun si­ch mit Schulen zu­sam­men und ver­su­chen, Tier- und Naturschutzthemen ak­tiv in den Unterricht zu in­te­grie­ren. Beispielsweise rie­fen der Verein „ak­ti­on tier“ und die Berliner Stiftung „Menschen für Tiere“ im Jahr 2012 das Projekt „12 Bezirke – 12 Tierschutzzimmer“ ins Leben. Alle Berliner Schulen konn­ten si­ch hier­für be­wer­ben. Die zwölf Gewinner er­hiel­ten ei­ne kom­plet­te Ausstattung für ein ei­ge­nes Tier- und Naturschutzzimmer. Andere Organisationen ver­su­chen es auf ähn­li­chem Weg: Der Verein „Achtung für Tiere“ beispielsweise, an­ge­sie­delt im nordrhein-​westfälischen Gütersloh, er­ar­bei­tet ge­mein­sam mit Lehrkräften Unterrichtsmaterial zum Thema Tierschutz, bie­tet Unterrichtsbesuche durch Fachkräfte wie Tierärzte und Tierschutzlehrer an, ver­an­stal­tet Sommerferienspiele und führt ei­ne Jugendgruppe.

Im ös­ter­rei­chi­schen Wien gibt es so­gar ei­nen Verein, der si­ch den Tierschutzunterricht für Kinder gleich zum Namen ge­macht hat: „Tierschutz macht Schule„. Ganz dem Namen entsprechend, bietet der Verein kos­ten­lo­ses Unterrichtsmaterial für Schüler und Lehrer al­ler Klassenstufen an, ver­fügt über Tierschutzreferenten, die auf Anfrage ei­ge­ne Unterrichtsstunden ge­stal­ten und or­ga­ni­siert Tierschutz-​Workshops für Lehrer. Außerdem werden mehrtägige Kurse zum prak­ti­schen Umgang mit Tieren un­ter dem Namen „Pet Buddy“ ver­an­stal­tet. Die Kinder kön­nen si­ch hier­für ein­zeln oder als Schulklassen an­mel­den und ler­nen den rich­ti­gen Umgang mit Hunden, Katzen, Kaninchen, Wellensittichen und an­de­ren Tierarten. Wer den Kurs er­folg­reich ab­schließt, er­hält an­schlie­ßend ei­ne Auszeichnung als ge­prüf­ter „Pet Buddy“.

Ein Preis als Anreiz

Tierschutzvereine tre­ten aber nicht nur über Schulen an Kinder her­an. Der Deutsche Tierschutzbund bei­spiels­wei­se un­ter­hält ein Tierschutzjugendportal, auf dem di­ver­se Angebote und Infomaterialien für Kinder und Jugendliche zu fin­den sind. Darüber hin­aus wer­den dort auch Weiterbildungen zum Tierschutzlehrer an­ge­bo­ten. Das gan­ze, um­fas­sen­de Angebot kann un­ter www.jugendtierschutz.de ab­ge­fragt wer­den. Über die Akademie für Tierschutz des Deutschen Tierschutzbundes wird au­ßer­dem al­le zwei Jahre der Adolf-​Hempel-​Jugendtierschutzpreis ver­lie­hen. Mit die­sem Preis wer­den Aktionen und Projekte von jun­gen Menschen zwi­schen acht und 20 Jahren be­lohnt, die si­ch in ir­gend­ei­ner Form mit dem Schutz der Tiere in den Bereichen Heimtierhaltung, Landwirtschaft, Wildtier- und Artenschutz oder Tierversuche be­schäf­ti­gen. Bewerben kön­nen si­ch so­wohl Jugendgruppen als auch Schulklassen.

Die hier ge­nann­ten Projekte ste­hen na­tür­li­ch nur bei­spiel­haft für die zahl­rei­chen Anstrengungen, die in Sachen Jugend und Tierschutz un­ter­nom­men wer­den. Jedes die­ser Projekte ver­sucht Jugendliche auf sei­ne ganz ei­ge­ne Art und Weise für den Tierschutz zu be­geis­tern – hof­fent­li­ch mit Erfolg.

Hinterlassen Sie einen Kommentar